Berlin 2011

Notizen aus der Hauptstadt

Euro-Bonds, Stability-Bonds und jetzt Elite-Bonds

Geschrieben von FW Berlin am 28. November 2011

Die im Wochenrhythmus changierende Benennung der geplanten Euro-Bonds zur Finanzierung der Haushaltsdefizite von nicht mehr kreditwürdigen Euro-Staaten lässt sich durch keine Satire mehr toppen.

Die Idee der Vergemeinschaftung neuer Anleihen der Euro-Staaten (vulgo Euro-Bonds) war aus purer Not geboren. Andernfalls droht die Instabilität – nur so war die Begriffswahl des Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso zu werten, der vergangene Woche anstelle von Euro-Bonds plötzlich von “Stability-Bonds” sprach. Jenen, denen entgangen war, dass mit diesem Euphemismus die Grenze zum Orwellschen “Neusprech” längst erreicht war, greift am heutigen Montag das Wort des Tages (Deutschlandfunk) von den “Elite-Bonds” unter die Arme.

Der Begriff Elitebonds erscheint wie eine ins Absurde zugespitzte Pointe eines aus einer fiktiven Irrenanstalt kalauernden ZDF-Kabarettisten. Realsatire vom Feinsten.

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